Musikseminare Karl und Katharina Edelmann

Herzlich willkommen bei "Musikseminare Karl Edelmann"!

Karl und Katharina Edelmann

1998 haben wir die Idee, ein Volksmusikseminar für Blasmusikanten durchzuführen, erstmals in die Tat umgesetzt - im kleinen Rahmen des Weilheimer Naturfreundehauses mit zunächst vier Referenten. Es wurde ein beachtlicher Start mit gutem Echo unter den knapp 40 Musikanten. Einige Teilnehmer von damals, allen voran die Hochberghauser Blasmusikanten, haben uns seither die Treue gehalten. Das hat uns jedes Jahr bei der Planung ermutigt.

1999 waren wir in der Bildungsstätte des Klosters Bernried am Starnberger See angemeldet. Diesmal wollten bereits soviele Musikanten/innen teilnehmen, dass wir Absagen verschicken mussten. Wir haben dort auch unser erstes Saitenmusikseminar abgehalten - ebenfalls in kleinem Rahmen zum „Ausprobieren“.

In der Bayerischen Verwaltungsschule in Utting / Holzhausen am Ammersee, gegenüber von Kloster Andechs, haben wir seit 2000 eine musikalische „Heimat“ für unsere Seminare gefunden. Wir sind willkommene und gern gesehene Gäste. Die Küche ist vorzüglich, die Räumlichkeiten mit acht großen Lehrsälen und mehreren Gruppenräumen ideal. Das Bierstüberl ist eng genug, dass sich die Teilnehmer am ersten Abend ungezwungen nahe kommen können und der Speisesaal  groß genug  für eine 100-köpfige Blasmusik.

Im Bierstüberl

Die Teilnehmerzahl bei den alljährlich im Herbst stattfindenden Bläserseminaren hat sich mittlerweile um die 100 herum eingependelt - volksmusikinteressierte Holz- und Blechbläser jeden Alters, Einzelspieler oder feste Gruppierungen - sogar komplette Blasmusiken. Die Teilnehmer kommen schwerpunktmäßig aus Ober- und Niederbayern, aus dem schwäbischen und fränkischen Raum oder aus Österreich. Aus dem kleinen Saitenmusikseminar der Anfangsjahre wurde 2006 erstmals ein Volksmusikseminar für alle Instrumente. Dieses Fortbildungsangebot, das sich hauptsächlich an bestehende Gruppen richtet, wollen wir auch weiterhin, allerdings in unregelmäßigen Abständen, aufrechterhalten.

Es hat sich bewährt, über ein Seminar-Wochenende  fünf Probenphasen zu eineinhalb bis zwei Stunden zu verteilen. Das inhaltliche Angebot bei den Bläserseminaren reicht von der bairischen Blasmusik bis zum so beliebten Weisenblasen. Neben Blechbläserquartetten und -quintetten stellen wir Klarinettentrios, -quartette oder -sextette zusammen, einmal ergab sich ein „Klarinettenorchester“. Für die meisten Instrumente gibt es einen sog. „Workshop“ in dem zu spiel-, atem- und ansatztechnischen Fragen gearbeitet wird und die Möglichkeit zum freien Musizieren besteht.

In den Volksmusikseminaren spannen wir den Bogen von der Tanzlmusi mit Streich- und Blasinstrumenten und dem Weisenblasen über die Saitenmusik bis zur höfischen Volksmusik.

Unser pädagogischer Ansatz besteht darin, dass die Teilnehmer in immer neu zusammengestellten Gruppen das Seminarangebot durchlaufen. So können Arbeitsweise und musikalische Impulse verschiedener Referenten erlebt werden. Das Zusammenmusizieren in immer neuen Konstellationen schult zudem musikalische Wendigkeit und Einfühlungsvermögen. Feste Gruppen bleiben in zwei bis drei Übungseinheiten zusammen, werden aber von unterschiedlichen Referenten betreut. Unseren „Musikantennachwuchs“ lassen wir an der Seite der erfahrenen Musikanten/innen  musizieren, bilden aber mindestens einmal eine eigene „Jugendmusi“. Die letzten Male haben sie den Älteren die Noten ganz schön  „um die Ohren gepfiffen“.

Dieses Seminarkonzept erfordert jedes Jahr viel Vorbereitungsarbeit: es müssen pädagogisch und musikalisch sinnvolle Gruppierungen gebildet werden, die sowohl die Teilnehmer als auch die Referenten zufriedenstellen. Für jede Gruppierung muss Notenmaterial vorbereitet, zum Teil komponiert oder völlig neu arrangiert werden.

Wir möchten unseren Teilnehmern Vorbilder und damit musikalische Orientierung geben. Deshalb sind wir bestrebt,  namhafte und im ganzen Alpenraum bekannte Volksmusik-Persönlichkeiten als Referenten zu gewinnen.

Prof. Peter Moser von der Tiroler Kirchtagmusi war einer unserer „Geburtshelfer“. Seit 1998 fast immer dabei, vermittelt er die Kunst des Weisenblasens. Wolfgang Diem und Hans Kröll von den Grassauer Bläsern verdanken wir die Idee der Workshops. Besonders gefreut hat es uns, dass wir Albert Osterhammer von den Münchner Philharmonikern als „Klarinettenfachmann“ gewinnen konnten. Seit Uwe Rachuth, damals Volksmusikpfleger des Bezirks Schwaben, hundert Bläser gleichzeitig zum auswendigen und freien Musizieren motiviert hat - für Teilnehmer und Referenten gleichermaßen eindrucksvoll - ist dieses Gemeinschaftserlebnis zum festen Bestandteil eines jeden Bläsereminars geworden.
Dazu holen wir junge Musiklehrer, die neue pädagogische Ansätze und kreative Ideen einbringen. Als ein Beispiel sei Johann Schmuck genannt, der bläserspezifische Probleme mit der sog. Alexander-Technik angeht, die Teilnehmer frühmorgens mit kinesiologischen Übungen auf Touren bringt und einen „Alphorn-Workshop“ eingeführt hat.

Tubamarsch mit Hans Schmuck

Für die Bereitschaft, ein ganzes Wochenende im vollen Terminkalender freizuhalten, die Mühen einer oft weiten Anfahrt in Kauf zu nehmen, sich immer wieder Neues für die Probeneinheiten einfallen zu lassen, Notenmaterial zur Verfügung zu stellen und erheblichen Arbeitseinsatz zu leisten, danken wir allen unseren Referenten.

Ebenso gilt unser herzlicher Dank dem Bezirk Oberbayern, der unsere Seminare seit nunmehr fünf Jahren finanziell unterstützt, so dass wir ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten und jugendliche Teilnehmer ermäßigen können.

Unser Ziel ist es, jeden Musikanten - den weniger wendigen gleichermaßen wie den Könner, den Laien wie den Musiklehrer oder Dirigenten - weiterzubringen, jedem etwas mitzugeben, mit dem er zuhause weiterarbeiten kann. Unsere Seminare sind nicht nur Freizeitvergnügen, aber sie sind es auch.

Bayerischer Rundfunk - Bayern Plus

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